ADAC Motorwelt: Mallorca at its limits in summer. Go in spring and have more fun picking organic Oranges in Sóller

On assignment for ADAC Motorwelt. Visiting Mallorca in spring. Five page reportage photographed by Oliver Brenneisen.  The story covers classic spring activities and suggest visiting Mallorca outside the busy summer months when the island is threatened by its own popularity. The online version of the article is here (in German)

oliver-brenneisen-mallorca-photographer

Mallorca Travel Photographer Editorial Palma Oliver Brenneisen.JPG

Fotograf Oliver Brenneisen stellt sich vor

Interview with Oliver Brenneisen for pixeed.com

Dancer in studio Copyright: Oliver Brenneisen
Dancer in studio
Copyright: Oliver Brenneisen

 

Fragen an Oliver Brenneisen

1)  Du bist Profifotograf geworden, weil…

Ich fotografiere seit ich 13 bin. Es ist mehr als ein Beruf, es ist eine grosse Leidenschaft. Ich fotogafiere auch privat fast jeden Tag, es ist Teil meines Lebens.

2)  Was sind deine Schwerpunkte in der Fotografie?

Mich interessieren besonders Menschen. Menschen die was machen, Menschen bei der Arbeit. Ich erkläre gerne Prozesse, “Wie macht man was”. Die Sendung mit der Maus fand ich immer super. Ansonsten geht es mir darum Stimmungen einzufangen und Atmosphären. Viele meine Bilder haben eine tiefere Informationsebene die über die reine Abbildungseben hinaus geht

3)  Was bedeutet Fotografie für dich?

In meiner Arbeit bin ich recht Old School und sehe mich einer Tradition verbunden. Die heutige Fotografie ist durch die Inflation von Aufnahmegeräten sehr verwässert. Heute kann fast jeder, auch ohne wirkliche Vorkenntnisse erstaunlich gute Bilder machen. Das überflutet den Markt von unten. Zum Glück habe ich einige gute Kunden die sehr genau wissen und schätzen, was ein Knipsbild von einer gut gemachten Fotografie unterscheidet. Will oder muss ein Bildkäufer einfach nur möglichst günstig seine Seiten bebildern oder geht es darum wirklich etwas werthaltiges zu kommunizieren und beim Betrachter etwas auszulösen. Das finde ich super spannend.

4)  Wo lebst du und wo produzierst du am meisten?

Mein Sitz ist Palma de Mallorca. Hier habe ich auch ein Tageslichtstudio. Ich arbeite bevorzugt mit Tageslicht und auf Mallorca geht das 12 Monate im Jahr. Ich arbeite viel im Ernährungsbereich. Hauttöne, Essen, Textilien sehen unter Tageslicht einfach natürlicher aus. Das mediterrane Licht fasziniert mich jeden Tags aufs Neue.

5)  Wo hast du dein größstes Netzwerk?

Ich habe Kunden in ganz Europa und auch schon in den USA gearbeitet. Mit Mallorca bin ich seit 10 Jahren eng verbunden und hier kenne ich ich mich wirklich aus und bin bekannt. Die Insel hat zum Glück einen grosses Flughafen und ich kann schnell überall sein.

6)  Wen oder was würdest am liebsten mal fotografieren?

Ich interessiere mich für Energie. Das was unser modernes Leben und die globale Wirtschaft antreibt, im weitesten Sinne. Da ist einiges im Wandel und da möchte ich mehr dabei sein.

7)  Hast du ein fotografisches Vorbild?

Ganz klar, Henri Cartier-Bresson und Leni Riefenstahl. Bei Henri fasziniert mich die vermeintliche Leichtigkeit und die Empathie in seinen Bildern. Mit einer mechanischen Kamera und ein oder zwei Festbrennweiten hat man alles was man braucht für grossartige Bilder.

8)  Machst du die Bildbearbeitung selbst?

Ja, zu 100%,. Ich habe zwei feste Assistentinnen im Studio aber die Bildbearbeitung mache ich trotzdem selbst. Ich bin nicht der grosse Bearbeiter, ich versuche die Bilder gleich möglichst perfekt aufzunehmen, das spart Arbeit am Bildschirm. Ich fotografiere heute noch gerne auf Diafilm, der Farben wegen und das muss einfach sitzen. Der Diafilm vergibt keine Fehler. Die modernen digitalen Bildentwickler wie das grossartige Capture One bieten schöne Werkzeuge um Bildideen in all ihren Nuancen auszuarbeiten. Die Arbeit am Bildschirm ist knapp 50% der fotografischen Arbeit und das kann ich nicht aus der Hand geben. Ich lasse ja auch niemand anderen fotografieren in meinen Namen.

9)  Produzierst du auch Filme?

Ja, das wird immer stärker nachgefragt und die beiden Technologien verschmelzen langsam. Es gibt ein paar Dinge die lassen sich bewegt einfach besser darstellen. Grundsätzlich brauche ich aber keine 24 Bilder in der Sekunde um eine Geschichte zu erzählen. Das muss auch in fünf Frames gehen.

Pixeed bedankt sich ganz herzlich für das Interview

Graeser 2009 Copyright: Oliver Brenneisen
Graeser 2009
Copyright: Oliver Brenneisen